Wolkenburg
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Wolkenburg

Copyright: Renate Bollenbacher

Höhe: 324 m

Früher war die Wolkenburg ca. 30 m höher, wurde jedoch durch die intensive Nutzung als Steinbruch arg in Mitleidenschaft gezogen.

Die Wolkenburg besteht aus grauem Latit und entstand vor ca 25 Millionen Jahren.

Der Name stammt von einer Burg, die früher auf dem Gipfel gestanden hat. Der Turm dieser Burg soll so hoch gewesen sein, daß er bis in die Wolken reichte.

Die Burg wurde von 1100 bis 1131 vom Kölner Erzbischof Friedrich I. von Schwarzenberg errichtet. Sie verdankt ihre Erbauung einer rechtlichen Unsicherheit des Erzbischof, der sich nicht in der Lage sah direkt auf dem günstiger gelegenen Drachenfels zu bauen.

Bei einer Kölner Judenverfolgung im Jahre 1349 war die Burg Asyl für die Verfolgten.

Sie war Sitz des gleichnamigen Kölner Amtes (Das Amt Wolkenburg bestand aus Königswinter und Ittenbach.) und wurde vom Kölner Erzbischof aus Geldmangel an die Burggrafen vom Drachenfels verpfändet. Die Burg verfiel im 16. Jahrhundert.

Im 18. Jahrhundert wurde die Burg und 30 m des Gipfels durch Steinbruchbetrieb abgetragen.

Der Turm stürzte 1740 bei Steinbrucharbeiten ein.

An der Südflanke der Wolkenburg erhebt sich die hohe Abbauwand des um 1900 stillgelegten Steinbruchs.

Heute ist der ehemalige Steinbruch ein Biotop für wärmeliebende Pflanzen und Tiere.

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